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Gruppenausstellung SIEBEN · Malerei Objekt Video aus Berlin und London · 5. August bis 30. September 2006
    
v.l.n.r.: Peter Duka · Margarete Hahner · Maik Wolf

     

v.l.n.r.: Humberto Poblete · Michael Kalmbach · Silvia Beck
  
v.l.n.r.: Caro Suerkemper · Einladungskarte



Ausstellungsansichten

Der Einladung des Berliner Künstlers Maik Wolf zu einer Gruppenausstellung in der Rügener Galerie folgten sechs weitere mit Malerei, Skulptur, Video aus Berlin und London. So entstand die Zahl Sieben als Titel der Ausstellung und bietet zahlreiche Assoziationsmöglichkeiten und zudem sieben realistische Positionen, sieben Medien, sieben Versprechungen.

Silvia Beck, Studium der Bildenden Kunst an der Universität Mainz, lebt und arbeitet in Berlin und Krefeld und ist einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden mit der VIOLA-KAMP-STORY, einem Projekt mit der TAZ 2005 SB: Zum Comic wird die Geschichte erst durch die Bearbeitung am Computer, und hier habe ich dann auch der Fiktion von Gefahr freien Lauf gelassen - eine Explosion ist beispielsweise ein typisches Comic- und Filmmuster. Stilisierte Rauchwolken zitieren kreative Zerstörungslust, verweisen andererseits aber nicht erst seit dem 11.9. auf reale Katastrophen und Kriegsschauplätze.

Peter Duka (*1954), 1974-80 Akademie der Bildenden Künste München, setzt sich gründlich mit der Landschaftskunst des 18. und 19. Jahrhunderts in diversen Medien auseinander. Dass aber schließlich doch wieder das gemalte Bild im Zentrum der künstlerischen Produktion steht, ist ein Bekenntnis zur Materialsinnlichkeit und zum gedanklichen Potential dieses Mediums, das von keiner neueren Bildtechnik bisher ersetzt werden konnte.

Margarete Hahner (*1960), Meisterschülerin bei Per Kirkeby an der Kunstakademie Karlsruhe 1988, malt zwar abbildend und realistisch, doch zugleich ungeheuer vieldeutig. Viele Motive werden in Serien bearbeitet, und von Bild zu Bild verändern sich die Lesbarkeit der Zeichen und der Kontext, den sie nach sich ziehen. Das Sichtbare ist immer nur ein kleiner Teil einer viel komplexeren Wirklichkeit.

Michael Kalmbach (*1962), 1983-89 Studium an der Städelschule Frankfurt/Main bei Michael Croissant, stellt die Frage nach dem Stand der Geschöpfe in der Welt. Nach ihrem Verlorensein in ebendieser und ihrer Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Abhängigkeiten in ihrem Verhältnis zueinander - und immer wieder nach dem Körper, seinen vielfältigen Bedürfnissen und den zahlreichen Schwierigkeiten, die sich aus ihnen ergeben.

Humberto Poblete y Bustamente, 1966 in Santiago de Chile geboren, studierte von 1988 bis 94 an der Ecole Nationale Supèrieure des Beaux Arts Paris und lebt seit 2002 in London. Er arbeitet an absolut ernstgemeinten allegorische Figurationen aus vergangenen Zeiten. Nostalgie und Sehnsucht sind hoffnungslos romantische Gefühle.

Caro Suerkemper (*1965), 1984-90 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, arbeitet bewußt gegen die tradierten Vorurteile des Aquarells an, indem das Betrachten ihrer Arbeiten jede Erinnerung an zarte florale Motive weniger vergessen zu machen scheint, als diese vielmehr zu negieren. Denn Suerkempers Motive sind nicht nett.

Maik Wolf (*1964), 1987-90 Hochschule für Kunst u. Design Halle, 1991-1994 Ecole Nationale Superieure des Beaux Arts Paris. Immer aber verleiht seine Malerei diesen unechten Ensembles einen gleichermaßen unanfechtbaren wie schwer zu glaubenden Glanz, der bis auf die fotografischen Vorlagen und kunsthistorischen Versatzstücke selbst zurückstrahlt, bei denen der Künstler sich bedient Auch die Konventionen der Malerei selbst beginnen mit den Oberflächen werblicher Illustration zu verschmelzen, bis sich der Betrachter am Ende vor einem Themenpark unserer gesellschaftlichen Bildsprache wiederfindet.