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Andreas Sachsenmaier | Berlin/Schwerin | Deutschlan
L´ULTIMA CENA 2004 · Installation mit Projektion · Videoprojektor, DVD-Player, Lautsprecher · Größe variabel

Vita

Andreas Sachsenmaier (geb. 1967) lebt und arbeitet in Berlin und Schwerin.
1998-2001 Lehrauftrag für audiovisuelle Mediengestaltung an der HS Wismar
1992-1993 Studium an der HS Wismar
1988-1991 Studium an der FS für angewandte Kunst Heiligendamm

2002 1.Preis Kunst am Bau Landesvertretung Brandenburg & M-V | Arbeitsstipentium der Stiftung Kulturfond
2001 Wettbewerb WRO 01 Medienbienale Wroclav
1996 Stipendium des Kultusministeriums M-V
1995 Stipendium der Stiftung Kulturfonds

  Ausstellungen/Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

2005 Rose ist eine Rose, Kunstverein Schwerin (E) | The Infinite Image, Spazio Oberdan, Mailan/Italien (G) | Offshore-Splinter, Kunsthaus Essen/Künstlerhaus Schloß Plüschow (G) (K) | Timecaptules, Directors Lounge, Berlin (G)
2004 Künstlerhaus Schloß Plüschow (G)
2003 Staatliches Museum, Schwerin (E)
2002/03 Seeblicke, Galerie Hartwich, Rügen (G) | Mario Ermer Preis, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig (G)
2002 Be Careful to do, Galerie Wschodnia, Lodz/Polen (E) | IdeaL Zustand, Museum Junge Kunst, Frankfurt/Oder (E) | Quarantäne, Kunstverein Rügen (E)
2001 Cambio Constante II, Zaragoza/Spanien (G) | Kunststreifzüge, staatl. Museum Schwein, Schloß Güstrow (G) (K)
2000 Treibsand 2, Staatl. Museum Schwein (G) (K)
1999/2000 Galerie des Westens (G) (K)
1999 Galerie Roter Pavillon, Bad Doberan (mit Th. Sander) · Galerie Amfilada, Stettin/Polen (mit Th. Sander)
1998 Aggregatzustand, BEWAG Umspannwerk, Berlin (G) | Kunstforum Nord 9, Hannover (G) (K)
1997 Bewegte Bilder, ACC Galerie, Weimar (mit Th. Sander) · Topos, Galerie 68elf, Köln (mit Th. Sander)
1995/96 Bildsequenzen II, Galerie des Westens, Berlin (mit Th. Sander) (K)
(E) = Einzelausstellung · (G) = Gruppenausstellung · (K) = Katalog

  

Rose, Öl auf Acryl (Hinterglas), 30x40
Alexander Koch

”In Berlins Mitte sind neue Orte des politischen Lebens entstanden: Bundestag und Bundesrat, Ministerien und Ländervertretungen, Botschaften, Pressezentren u.v.m. Sie alle sind Ausdruck der vielfältigen Stimmen, die eine neue Topographie des politischen Dialogs formen und gemeinsam den politischen Geist der Zeit mit prägen: Orte der Repräsentation, Orte des Handelns, Orte der Macht und der Vermittlung. Aber es sind auch - und sogar wesentlich - Orte der Sprache.
Diese Tatsache wird ab Juli 2003 am Turm der beiden Landesvertretungen Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern dauerhaft sichtbar. Der Schweriner Künstler Andreas Sachsenmaier hat in dessen Fassade ein Feld aus 30 Worten eingelassen. Worte unserer alltäglichen Sprache, die Sachsenmaier aus politischen Reden der Gegenwart als deren rudimentäre Grundbausteine destillierte, ordnen sich zu einem drei mal fünf Meter großen Raster. In unterschiedlichen Typographien und zunächst ohne ersichtlichen Bezug zueinander, stehen sie wie die zufällig zusammengekommenen, grauen Fragmente einer vergangenen oder künftigen Bedeutsamkeit. In ruhigem Rhythmus, befreit von der Eile des Tagesgeschäftes, leuchten einzelne dieser Worte aufeinanderfolgend auf. Sie gewinnen allmählich Kontur, heben sich gemeinsam aus dem stillen Gemenge heraus, um grammatikalische Verbindungen einzugehen, Satzanfänge zu formen, rhetorische Tonalität zu suggerieren und schließlich wieder ins Grau zurückzutreten. Instinktiv – unser Sprachvermögen will es so – gewinnen diese in die Höhe des öffentlichen Raumes zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz geschriebenen Wortgefüge bei ihren Lesern einen Klang.”


Die Videoprojektion L´ULTIMA CENA ist eine von mehreren Installationen in Sellin und zeitgleich auf der Techne 05 The Infinite Image im Spazio Oberdan in Mailand/Italien zu sehen. Sie zeigt ein scheinbares Abbild der bekannten Arbeit von Leonardo da Vinci aus der Kirche Santa Maria delle Grazie in Mailand. An einer langen Tafel sitzen und stehen verschiedene Frauenfiguren, alles bekannte Prototypen, die sich täglich in unser Fernsehbild drängen. Um einen weiblichen Jesus herum agieren sie in eigenartigen, sich wiederholenden Bewegungen, deren Botschaft vertraut und rätselhaft erscheint.

FALTGARAGE (Prototyp) · 2005 · Polyesterfolie, Zwirn · 120x400x195 cm